Mich trennt von ihm keine Tür,
sonst würde ich sie einfach öffnen.
Mich hindert keine zu hohe Mauer,
sonst würde ich sie einfach durchbrechen.
Dennoch werde ich ihn nie erreichen,
mein Mut wird dafür nie ausreichen.
Ich sitze ganz oben auf dem Dach,
wo mein hellster Stern erwacht.
Ich bewege mich zum Rand,
wo ich runtergucke und die Lösung fand,
doch Neugier und Angst halten stand.
Ich suche Ablenkung im Mondschein,
er strahlt auf mein Auge, macht dessen Farbe ganz rein.
Seine Lichter entfacht er in Form von Tausend Schwertern,
sie machen auch mich härter,
langsam bewege ich mich zurück,
mich begleitet nur der Wind,
und der Rausch der Musik,
es ist dieses eine Lied,
das mich mein Herz spüren lässt,
und mich nie verlässt.
Beine herangeschoben, Kopf auf den Knien,
der ganze Körper nicht fühlbar,
trotzdem verletzbar.
Wie oft habe ich mir hier Zweisamkeit mit ihm gewünscht,
wie oft sie nie erfahren.
Eine Nacht und ein Traum, beide so erschöpft,
eine Wanderung, die begonnen hat, immer weiter geht,
und dessen Ende ich gespannt erwarte,
doch insgeheim schon erwarte:
Ich werde ihn nie erreichen.
Das habe ich mit 16, also vor 7 Jahren, geschrieben, mein letztes Gedicht, das ich zu stande gebracht habe. Ich hab zwar letztes Jahr ein neues geschrieben, aber das muss noch stark ausgebessert werden und irgendwie bin ich nicht dazu gekommen.
Cucu
Assra

